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Auto innen reinigen
Kurz: Von oben nach unten, von hinten nach vorn. Wer unten anfängt, macht die Arbeit zweimal — jeder Staub, den man oben löst, landet dort, wo man gerade fertig war.
Die Reihenfolge
- Ausräumen. Alles raus, auch die Matten. Das ist keine Vorbereitung, das ist schon die halbe Arbeit — und man sieht zum ersten Mal, was sich angesammelt hat.
- Grob saugen, damit der lose Sand weg ist, bevor irgendwo Feuchtigkeit hinkommt.
- Dachhimmel, sehr sparsam und nur mit leicht feuchtem Tuch. Der Himmel ist geklebt; zu viel Nässe löst den Kleber, und dann hängt er durch.
- Armaturen, Türverkleidungen, Konsole — Innenreiniger aufs Tuch, nicht aufs Bauteil, damit nichts in Schalter und Lüftungsschlitze läuft.
- Scheiben von innen. Der Belag dort ist Ausdünstung aus Kunststoffen, nicht Staub — er braucht Glasreiniger, kein Wasser.
- Sitze, je nach Material.
- Fußraum und Matten zum Schluss. Matten am besten draußen ausklopfen und separat waschen.
- Nachsaugen, was inzwischen heruntergefallen ist.
Die Stellen, die fast alle vergessen
- Zwischen Sitzfläche und Lehne. Dort sammelt sich alles. Fugendüse oder Druckluft.
- Die Schienen unter den Sitzen. Sitz ganz nach vorn und ganz nach hinten schieben — beide Positionen einzeln saugen.
- Gurte. Herausziehen, mit mildem Seifenwasser abwischen, vollständig trocknen lassen, bevor sie einrollen. Nie in Weichspüler oder Lösungsmittel — das Gewebe ist ein Sicherheitsbauteil.
- Türfalze und Gummidichtungen. Dort sitzt der Schmutz, der beim Einsteigen an der Hose landet.
- Der Innenraumfilter. Kein Reinigungsthema, aber die häufigste Ursache für schlechte Luft. Er gehört einmal im Jahr getauscht.
Displays und Touchscreens
Moderne Displays haben eine Entspiegelungs- oder Fingerabdruckbeschichtung, und die verträgt weder Alkohol noch Essigreiniger. Ein leicht angefeuchtetes Brillenputz- oder Mikrofasertuch genügt — Bildschirm vorher ausschalten, dann sieht man die Schlieren. Nie direkt aufsprühen: Was am Rand hinunterläuft, geht in die Elektronik.
Gegen muffigen Geruch
Geruch ist ein Symptom, kein Problem für sich. Die drei häufigsten Ursachen: Feuchtigkeit im Fußraum (oft eine verstopfte Ablauföffnung oder ein undichter Pollenfilterkasten), ein alter Innenraumfilter, oder schlicht etwas Organisches unter einem Sitz.
Wer stattdessen einen Duftbaum aufhängt, riecht nach zwei Wochen beides. Erst suchen, dann trocknen, dann lüften — und nur wenn danach noch etwas bleibt, über Geruchsentferner nachdenken.
Häufige Fragen
- In welcher Reihenfolge reinigt man den Innenraum?
- Von oben nach unten und von hinten nach vorn: erst ausräumen, dann Himmel und Armaturen, dann Sitze, zum Schluss Fußraum und Matten. Wer unten anfängt, macht es zweimal.
- Wie oft sollte man innen reinigen?
- Zwei- bis viermal im Jahr gründlich, dazwischen alle paar Wochen saugen. Wer Kinder, Hund oder Handwerk im Auto hat, entsprechend öfter.
- Was hilft gegen schlechten Geruch im Auto?
- Die Ursache suchen statt zu überdecken. Meist ist es Feuchtigkeit im Fußraum, ein alter Innenraumfilter oder etwas unter dem Sitz. Duftbäume ändern daran nichts.
- Womit reinigt man Armaturen und Displays?
- Armaturen mit mildem Innenreiniger und Mikrofaser, Displays nur mit einem leicht feuchten Brillenputztuch. Alkohol- oder essighaltige Mittel greifen die Beschichtung an.